Relief des Gänsehirten

Die Legende von Valentin Ostertag

Valentin Ostertag wurde im Laufe der Jahrhunderte in Bad Dürkheim zu einer Legende. Die Legende von dem armen Jungen, der es durch Fleiß und Intelligenz bis zum kaiserlichen Rat geschafft hat. Als kleines Kind soll Valentin auf der Weide bei Pfeffingen Gänse gehütet haben.

Später habe er als reicher Mann aus Dankbarkeit seiner Heimatstadt Dürkheim eine Almosenstiftung und seine wertvollen Bücher geschenkt haben. Auf die Szene des kleinen Gänsehirten weist neben dem „Veltenslied“, auch das Relief am Valentin- Ostertag-Brunnen hin, das im oberen Kurpark Bad Dürkheims zu sehen ist.

Unabhängig davon, ob diese Legende zutrifft oder nicht, ist sie für den Erhalt der Stiftung von großer Bedeutung. Denn die Vorstellung des kleinen Gänsehirten, der bis zum kaiserlichen Rat aufgestiegen ist, ist eine einprägsame und vorbildhafte Geschichte. Vor allem deswegen weil er als „arme Leute Kind“ später zum Stifter wird und anderen Menschen hilft. Dieses Verhalten ist auch noch nach 500 Jahren beispielhaft.

Aus diesem Grund muss auch die Legende weiterleben. Sein Lebenslauf kann auch heute noch als Bespiel einer steilen Karriere dienen. Heute würde man sagen „vom Tellerwäscher zum Millionär“, damals eben „vom Gänsehirten zum königlichen Prokurator“.

Die Legende, die schon so lange, in den heimatkundlichen Unterrichtsstunden der Dürkheimer Grundschulen erzählt wird muss bestehen bleiben. Die Grundschüler haben ihre Freude daran und nehmen sich vielleicht ein Beispiel an dem kleinen Gänsehirten, seiner unglaublichen Karriere und seinem vorbildlichen Verhalten.